Königskerze (Weiße Königskerze): wohltuend für Atemwege und Rachen
Königskerze und die Atemwege: schleimlösend und beruhigend
Königskerze wird bei Husten und Halsschmerzen häufig von Heilpraktikern empfohlen. Ihr Schleim legt sich wie ein Schutzfilm über die Schleimhäute und ist daher besonders hilfreich bei trockenem Husten, Halsschmerzen und Bronchitis. Ihr wird außerdem eine leicht schleimlösende Wirkung zugeschrieben: Der Kräutertee hilft, festsitzenden Schleim zu lösen und verstopfte Atemwege zu befreien.
Seine Flavonoide, darunter Apigenin und Luteolin, tragen zu seiner entzündungshemmenden Wirkung auf die Schleimhäute bei. Die enthaltenen Iridoidverbindungen, insbesondere Aucubosid und Harpagosid, tragen zur beruhigenden Wirkung der Pflanze bei.
Vorteile für die Verdauung: Schleimstoffe und Schleimhäute
Die Schleimstoffe der Königskerze wirken nicht nur auf die Lunge. Sie beruhigen auch die Schleimhäute des Verdauungstrakts und können so bei Magen- oder Darmreizungen Linderung verschaffen. Diese Anwendung ist zwar weniger wichtig als die positiven Effekte auf die Atemwege, aber in der traditionellen Kräutermedizin fest verankert.
Zusammensetzung der Königskerze
Die Blüten von Verbascum thapsus enthalten mehrere Familien von Wirkstoffen.
- Schleimstoffe (ca. 3 %) setzen nach der Hydrolyse Galaktose, Arabinose und Uronsäuren frei. Diese verleihen dem Aufguss seine leicht viskose Konsistenz und seine wohltuende Wirkung.
- Flavonoide : Apigenin, Luteolin, Rutin, Kaempferol. Antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften.
- Iridoidverbindungen : Aucubosid, Harpagosid.
- Lignane und Phenolsäuren.
Die Pflanze ist bei der Zubereitung als Aufguss nicht giftig. Die einzige Vorsichtsmaßnahme besteht darin, den Aufguss sorgfältig zu filtern, um die kleinen Härchen auf Blüten und Blättern zu entfernen.
Königskerze und Gemeine Königskerze: dieselbe Pflanze?
Ja. Beide Namen bezeichnen dieselbe Art: Verbascum thapsus . „Molène“ ist der übliche botanische Name im Französischen; „bouillon blanc“ ist die gebräuchlichste volkstümliche Bezeichnung in der französischen Kräuterkunde. Je nach Region sind auch andere Namen gebräuchlich: grande mulene, mulene vulgare, cierge de Notre-Dame, queue de loup, herbe à bonhomme und mullein (in englischsprachigen Ländern).
Botanische Beschreibung der Königskerze
Königskerze (Verbascum thapsus) ist eine große, zweijährige Pflanze, die über zwei Meter hoch werden kann. Ihre breiten Blätter sind mit einem weißlich-grauen Flaum bedeckt, der sich leicht ertasten lässt. Die goldgelben Blüten erscheinen von Juni bis September an einem langen, aufrechten Blütenstand. Die Königskerze ist in Frankreich und weiten Teilen Europas verbreitet und kommt auch in Asien und Nordafrika vor, insbesondere auf trockenen Flächen, an Böschungen und Wegrändern.
Die Blüten werden geerntet, wenn sie voll geöffnet sind. Sie sind empfindlich beim Trocknen: Sie benötigen einen gut belüfteten Ort und müssen häufig gewendet werden, damit sich keine Feuchtigkeit im Flaum staut.
Pflanzen, die gut zu Königskerze passen
Königskerze lässt sich leicht in Kräuterteemischungen für die Atemwege einarbeiten. Ihr Geschmack ist mild, ohne Bitterkeit oder Schärfe, wodurch sie eine gute Basis bildet.
Für die Atemwege: Süßholz, Thymian, wilder Thymian, Mohn, Eukalyptus, Lungenkraut, Malve, Eibisch, Wegerich, Kiefernknospen, Ysop, Odermennig.
Zum Süßen und Aromatisieren des Aufgusses: Anis, Fenchel, Sternanis.
Wie man Königskerzentee zubereitet
Die Zubereitung ist einfach. Das Filtern ist jedoch unerlässlich.
- Menge: 1 Esslöffel getrocknete Blüten pro Tasse (250 ml).
- Wasser: köcheln lassen, nicht kochen, um den Schleim zu erhalten.
- Ziehzeit: 10 Minuten, abgedeckt.
- Filtern: Sorgfältig mit einem feinen Filter oder einem Mulltuch filtern. Die kleinen Härchen der Blüten können die Kehle reizen, wenn sie in die Tasse gelangen.
- Häufigkeit: 2 bis 3 Tassen pro Tag.
Der Aufguss ist blassgelb, leicht goldgelb, mit einem dezenten Aroma und einer leicht seidigen Textur am Gaumen. Gerade diese Sanftheit macht ihn so wohltuend bei Halsreizungen.
Getrocknete Königskerzenblüten sind direkt auf dieser Seite in 100-g- oder 250-g-Packungen erhältlich. Bei Fragen zur Verwendung oder zu Kombinationsmöglichkeiten steht Ihnen unser Team gerne zur Verfügung.
Häufig gestellte Fragen zur Königskerze
Sind Königskerze und Gemeine Königskerze die gleiche Pflanze?
Ja, beide Namen bezeichnen Verbascum thapsus . „Königskerze“ ist der botanische Name, während „Weiße Königskerze“ die gebräuchliche Bezeichnung ist. Weitere Namen sind unter anderem Große Königskerze, Gemeine Königskerze, Marienkerze und im englischsprachigen Raum einfach Königskerze.
Hilft Königskerze dabei, die Lunge zu reinigen?
Königskerzentee wird traditionell zur Unterstützung der Atemwege verwendet. Seine Schleimstoffe beruhigen Hals und Bronchien. Er soll eine leicht schleimlösende Wirkung haben, die hilft, Sekret zu lösen und dessen Abtransport zu erleichtern. Er dient der sanften Unterstützung, nicht der Behandlung. Denken Sie daran, den Aufguss vor dem Trinken gut abzuseihen.
Ist Königskerze giftig?
Königskerze (Verbascum thapsus) gilt als ungiftig, wenn sie als Aufguss verwendet wird. Die wichtigste Vorsichtsmaßnahme betrifft die Haare der Pflanze: Der Aufguss sollte stets sorgfältig durch ein feines Sieb gefiltert werden, da diese Haare bei Einnahme größerer Mengen Schleimhäute reizen können.
Außerhalb der Reichweite von Kleinkindern aufbewahren. Die empfohlene Dosis nicht überschreiten. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise.