Giersch (Goutweed): Eigenschaften und Zubereitung des Kräutertees
In Gärten gilt der Giersch oft als hartnäckiges Unkraut. In der Kräuterkunde sieht man das anders. Giersch ist unter verschiedenen Namen bekannt: Geißfuß, St. Gerhardskraut und Gemeiner Giersch. Sein lateinischer Name „ Podagra “ (Gicht) bezieht sich auf Gicht. Das ist kein Zufall: Die Pflanze wird seit Jahrhunderten zur Linderung von Gelenkschmerzen eingesetzt.
Eigenschaften des Gierschs (Goutweed)
Bei Kräutertees wird vor allem die harntreibende Wirkung geschätzt. Giersch unterstützt den Körper dabei, überschüssige Harnsäure über die Nieren auszuscheiden. Diese Anwendung, die in direktem Zusammenhang mit Gicht und Gelenkschmerzen steht, hat ihm seinen populären Namen eingebracht und ist nach wie vor von zentraler Bedeutung für das Interesse von Kräuterkundigen an dieser Pflanze.
Giersch ist auch für seine entzündungshemmenden Eigenschaften bekannt. Als Aufguss oder Absud lindert Giersch leichte Entzündungen des Gelenkgewebes, insbesondere bei Rheuma. Auch die äußerliche Anwendung ist traditionell belegt: als Fußbad oder Umschlag auf schmerzenden Stellen.
Ihm werden auch heilende Eigenschaften zugeschrieben, was seine historische Verwendung bei kleineren Wunden und Hautirritationen erklärt. Als Kräutertee spielt diese Verwendung jedoch eine untergeordnete Rolle.
Wie bereitet man gemahlenen Holundertee zu?
Je nach Verwendungszweck sind zwei Zubereitungsarten möglich.
Für einen Aufguss : Einen Esslöffel gehackte oberirdische Pflanzenteile mit siedendem Wasser übergießen, abdecken und 10 Minuten ziehen lassen. Vor dem Trinken abseihen. Der fertige Kräutertee ist hellgrün und duftet leicht grasig.
Für einen Absud : Mit kaltem Wasser beginnen, zum Köcheln bringen und 3 Minuten bei schwacher Hitze ziehen lassen, dann abseihen. Diese Methode extrahiert mehr Inhaltsstoffe der Pflanze.
Trinken Sie in beiden Fällen 2 bis 3 Tassen täglich, vorzugsweise zwischen den Mahlzeiten. Bei Gichtschmerzen kann ein Fußbad mit einem konzentrierten Aufguss die Einnahme ergänzen. Verlängern Sie die Behandlung nicht über die empfohlene Dauer hinaus, ohne vorher einen Arzt oder Apotheker zu konsultieren.
Wie erkennt man den Giersch (Geupodia podagraria)?
Zerreibt man ein Blatt zwischen den Fingern, ist der Zitrusduft deutlich, sofort wahrnehmbar und unverkennbar. Die Blätter sind in neun Blättchen unterteilt, die in drei Dreiergruppen angeordnet sind. Der Stängel ist hohl und hat einen V-förmigen Querschnitt. Im Frühling erscheinen an den Stängelspitzen kleine weiße Blüten in Dolden.
Verwechslungen mit anderen Doldenblütlern sind möglich, von denen einige giftig sind. Für die Zubereitung von Kräutertee sollte die Pflanze von einem zertifizierten Bio-Anbieter bezogen werden. Die jungen Blätter sind zwar auch essbar, dies ist jedoch ein anderer Verwendungszweck.
Häufig gestellte Fragen zu Gierschtee
Welche Vorteile bietet Giersch (Goutweed)?
Giersch (Goutium podagraria) wird in der traditionellen Pflanzenheilkunde aufgrund seiner harntreibenden und entzündungshemmenden Eigenschaften verwendet. Er fördert die Ausscheidung von Harnsäure und ist daher ein traditionelles Mittel für Menschen mit Neigung zu Gicht oder Rheuma. Auch die äußerliche Anwendung ist belegt, insbesondere aufgrund seiner heilenden Wirkung.
Wie bereitet man gemahlenen Holundertee zu?
Als Aufguss: 10 Minuten in siedendem Wasser ziehen lassen, dann abseihen. Als Absud: 3 Minuten köcheln lassen, dann abseihen. In beiden Fällen 2 bis 3 Tassen täglich zwischen den Mahlzeiten trinken. Setzen Sie diese Behandlung nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Heilpraktiker fort.
Kann Giersch mit anderen Pflanzen verwechselt werden?
Ja, Giersch kann mit anderen Doldenblütlern verwechselt werden, von denen einige giftig sind. Giersch ist an seinem charakteristischen Zitrusduft und seinem hohlen, V-förmigen Stängel erkennbar. Für medizinische Zwecke sollte die Pflanze von einem zertifizierten Bio-Anbieter bezogen werden.
Außerhalb der Reichweite von Kleinkindern aufbewahren. Die empfohlene Dosis nicht überschreiten. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise.